CO₂-Speicherung im Betongranulat
Carbon Dioxid Removal
Zusammen mit der Firma neustark speichern wir biogenes CO₂ im Betongranulat. Neustark ist ein führender Anbieter im Bereich von Carbon Dioxid Removal (CDR) und hat eine Lösung zur dauerhaften Speicherung von biogenem CO₂ im Beton- und Mischgranulat entwickelt.
Woher stammt das biogene CO₂?
Das CO₂ stammt aus der Biogasanlage ARA Region Bern. Während der Biogasaufbereitung wird CO₂ vom Methan getrennt. Neustark fängt das hochreine CO₂ auf und verflüssigt es. Mit Tanklastwagen wird das flüssige CO₂ nach Ballwil transportiert. In unserem Werk wird es in den CO₂-Tank umgefüllt.
Links: Während der Biogasaufbereitung wird CO₂ vom Methan getrennt. Rechts: CO₂-Tank und Verdampfer im Betonwerk Ballwil.
Wie wird das biogene CO₂ im Granulat gebunden?
Das flüssige CO₂ wird bei Umgebungstemperatur im Verdampfer wieder gasförmig gemacht und in das Karbonatisierungssilo geleitet. In diesem Silo reagiert das Betongranulat mit dem CO₂. Das im Granulat vorhandene Kalziumhydroxid reagiert mit dem CO₂ (Ca(OH)₂ + CO₂ -> CaCO₃ + H₂O). Es entsteht ein Kalksteinmehl. Das biogene CO₂ bleibt dabei im Kalkstein irreversible gebunden.
Wieviel CO₂ kann im Granulat gespeichert werden?
Der Brechprozess trennt den Zementstein vom natürlichen Gestein ab. Die feine Fraktion enthält mehr Zementstein bzw. Zementhydrat, daher kann in den feinen Fraktionen am meisten CO₂ gespeichert werden. So wird pro m³ 0/8 mm Betongranulat ca. 20 kg CO₂ gespeichert.
Vorteile von Beton mit karbonatisiertem Betongranulat:
- Das karbonatisierte Betongranulat weist im Vergleich zu normalem Granulat eine verringerte Porosität und Wasseraufnahme auf. Die Konsistenz und Verarbeitbarkeit des Frischbetons werden besser.
- Der Beton mit karbonatisierten Betongranulaten hat höhere 28 Tage Druckfestigkeit und höhere E-Module.
- Im Beton mit karbonatisierten Betongranulaten kann der Klinkeranteil (Zement) gegenüber normalem Recyclingbeton reduziert werden.
Karbonatisierungssilo